Internetanbieter wechseln – So gelingt der Anbieterwechsel

Möchten Sie Ihren Internetanbieter wechseln und wissen nicht, worauf Sie achten müssen? Erfahren Sie hier, wie der Anbieterwechsel schnell und einfach gelingt.

Internetanbieter wechseln – So gelingt der Anbieterwechsel

Der Wechsel des Internetanbieters ist für viele Verbraucher ein Thema, das mit Unsicherheiten und Sorgen verbunden ist. Die Angst vor langen Ausfallzeiten, komplizierten Kündigungsprozessen oder versteckten Kosten hält viele davon ab, regelmäßig den Anbieter zu wechseln – obwohl sich dadurch oft erhebliche Einsparungen und bessere Leistungen erzielen lassen.

In diesem umfassenden Ratgeber erfahren Sie, wie der Anbieterwechsel reibungslos gelingt, worauf Sie achten sollten und wie Sie typische Fehler vermeiden.


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Warum lohnt sich ein Anbieterwechsel?

Kostenersparnis

Viele Internetanbieter locken Neukunden mit attraktiven Rabatten, Boni und Sonderaktionen. Nach Ablauf der Mindestvertragslaufzeit – meist 24 Monate – steigen die monatlichen Kosten jedoch oft deutlich an. Wer regelmäßig wechselt, kann von diesen Neukundenangeboten profitieren und so mehrere Hundert Euro über die Vertragslaufzeit sparen.

Bessere Leistungen

Die Technik entwickelt sich rasant weiter. Neue Tarife bieten häufig höhere Bandbreiten, bessere Hardware oder zusätzliche Services wie Streaming-Optionen. Ein Anbieterwechsel ist die ideale Gelegenheit, die eigenen Bedürfnisse zu überprüfen und auf einen leistungsfähigeren Tarif umzusteigen.

Unzufriedenheit mit dem Service

Schlechter Kundenservice, häufige Störungen oder unzureichende Geschwindigkeit sind weitere Gründe, den Anbieter zu wechseln. Ein Wechsel kann die Lebensqualität im digitalen Alltag deutlich verbessern.

Wann ist der richtige Zeitpunkt für den Wechsel?

Vertragslaufzeit und Kündigungsfrist

Die meisten Internetverträge haben eine Mindestlaufzeit von 24 Monaten. Nach Ablauf dieser Zeit können Sie monatlich mit einer Frist von einem Monat kündigen – unabhängig davon, wann Sie den Vertrag abgeschlossen haben. Diese Regelung gilt seit Dezember 2021 für alle Alt- und Neuverträge.

Tipp: Prüfen Sie Ihre aktuelle Rechnung oder die Vertragsunterlagen. Dort finden Sie Angaben zur Restlaufzeit und zur Kündigungsfrist.

Sonderkündigungsrecht

In bestimmten Fällen können Sie auch vor Ablauf der Mindestvertragslaufzeit kündigen, etwa bei Preiserhöhungen, Umzug an einen Ort ohne Versorgung durch den Anbieter oder bei nicht erfüllter vertraglicher Leistung. Die Kündigung muss in diesen Fällen schriftlich erfolgen und sollte gut dokumentiert werden.

Schritt-für-Schritt-Anleitung: So gelingt der Anbieterwechsel

Bestehenden Vertrag prüfen

  • Restlaufzeit und Kündigungsfrist ermitteln: Schauen Sie in Ihre Vertragsunterlagen oder kontaktieren Sie Ihren Anbieter.
  • Sonderkündigungsrechte prüfen: Gibt es aktuelle Preiserhöhungen oder ziehen Sie um?

Neuen Anbieter und Tarif auswählen

  • Vergleichsportale nutzen: Plattformen wie Check24, Verivox oder WLAN.net bieten einen schnellen Überblick über verfügbare Tarife und aktuelle Angebote.
  • Verfügbarkeit prüfen: Nicht jeder Anbieter ist an jeder Adresse verfügbar. Machen Sie einen Verfügbarkeitscheck.
  • Leistung und Preis vergleichen: Achten Sie auf die Grundgebühr ab dem dritten Jahr, mögliche Einmalkosten und die enthaltene Hardware.
  • Kombipakete prüfen: Oft sind Internet, Telefon und TV in einem Paket günstiger.

Neuen Vertrag abschließen

  • Online abschließen: Die meisten Anbieter ermöglichen einen schnellen Online-Abschluss.
  • Daten korrekt angeben: Name, Adresse und Geburtsdatum müssen exakt mit den Angaben beim alten Anbieter übereinstimmen, sonst kann die Portierung scheitern.
  • Rufnummernmitnahme beauftragen: Falls gewünscht, geben Sie dies beim neuen Anbieter an. Die Mitnahme ist kostenlos.

Kündigung des alten Vertrags

Wichtig: Lassen Sie den neuen Anbieter die Kündigung beim alten Anbieter übernehmen! So stimmen sich beide Provider ab und sorgen für einen nahtlosen Übergang. Kündigen Sie selbst, riskieren Sie längere Ausfallzeiten und verlieren eventuell Ihre Rufnummer.

Bestätigung und Terminvereinbarung

  • Schriftliche Bestätigung abwarten: Sie erhalten vom neuen Anbieter eine Bestätigung mit dem Schalttermin.
  • Technikertermin: Falls ein Techniker benötigt wird (z. B. bei Umstellung auf Glasfaser), wird ein Termin vereinbart. Seien Sie am Tag der Umschaltung erreichbar.

Umschaltung und Inbetriebnahme

  • Router anschließen: In der Regel erhalten Sie einen neuen Router, den Sie selbst anschließen können. Alternativ übernimmt dies der Techniker.
  • Zugangsdaten eingeben: Folgen Sie den Anweisungen des neuen Anbieters.
  • Internet testen: Prüfen Sie, ob die vereinbarte Geschwindigkeit ankommt.

Typische Fehler und wie Sie sie vermeiden

Selbst kündigen

Der häufigste Fehler ist die eigenständige Kündigung beim alten Anbieter. Dadurch kann es zu längeren Ausfallzeiten kommen, da die Anbieter die Umschaltung nicht koordinieren können. Lassen Sie immer den neuen Anbieter kündigen.

Falsche oder unvollständige Angaben

Achten Sie darauf, dass alle Angaben im neuen Vertrag exakt mit denen beim alten Anbieter übereinstimmen. Schon kleine Abweichungen können die Portierung verhindern.

Zu spät wechseln

Planen Sie den Wechsel rechtzeitig – am besten drei Monate vor Vertragsende. So bleibt genug Zeit für die Bearbeitung und eventuelle Rückfragen.

Angebote nicht vergleichen

Vergleichen Sie nicht nur die Preise, sondern auch die Leistungen, Vertragsbedingungen und Zusatzkosten. Achten Sie auf die Grundgebühr nach Ablauf der Rabatte.

Häufige Probleme beim Anbieterwechsel

Ausfallzeiten

Laut Gesetz darf der Internetanschluss beim Wechsel höchstens einen Werktag unterbrochen sein. In der Praxis kommt es jedoch gelegentlich zu längeren Ausfällen, insbesondere wenn die Daten nicht korrekt übermittelt wurden oder ein Technikertermin nicht eingehalten wird.

Doppelte Kosten

Manchmal müssen Kunden nach einem Umzug oder Wechsel noch für den alten Vertrag zahlen, obwohl sie diesen nicht mehr nutzen. Prüfen Sie daher genau, ab wann der neue Vertrag beginnt und wann der alte endet.

Technische Probleme

Nach dem Wechsel kann es zu Störungen kommen, etwa durch fehlerhafte Konfiguration des Routers oder Probleme mit der Leitung. Wenden Sie sich in solchen Fällen zuerst an den neuen Anbieter. Kann dieser das Problem nicht lösen, hilft die Bundesnetzagentur weiter.

Tipps für einen reibungslosen Wechsel

  • Wechselservice nutzen: Viele Anbieter bieten einen kostenlosen Wechselservice an, der die Kündigung und Portierung übernimmt.
  • Frühzeitig planen: Beginnen Sie den Wechselprozess mindestens drei Monate vor Vertragsende.
  • Verfügbarkeit prüfen: Nicht jeder Anbieter ist überall verfügbar – machen Sie einen Verfügbarkeitscheck.
  • Rufnummernmitnahme beauftragen: Falls gewünscht, direkt beim neuen Anbieter angeben.
  • Technikertermin abstimmen: Seien Sie am Tag der Umschaltung erreichbar.
  • Router vorbereiten: Prüfen Sie, ob Ihr bisheriger Router weiterverwendet werden kann oder ob Sie ein neues Gerät benötigen.
  • Kundenservice vergleichen: Informieren Sie sich über die Erreichbarkeit und Qualität des Kundenservice beim neuen Anbieter.

Anbieterwechsel beim Umzug

Ein Umzug ist nicht automatisch ein Kündigungsgrund. In der Regel müssen Sie Ihren Vertrag mitnehmen. Nur wenn der Anbieter am neuen Wohnort nicht liefern kann oder die vereinbarte Geschwindigkeit nicht erreicht wird, haben Sie ein Sonderkündigungsrecht mit einer Frist von drei Monaten ab Umzugstag.

Tipp: Informieren Sie Ihren Anbieter frühzeitig über den Umzug, damit die Umstellung rechtzeitig vorbereitet werden kann.

Erfahrungen und Empfehlungen aus der Praxis

Viele Verbraucher berichten, dass der Wechsel reibungslos verläuft, wenn der neue Anbieter die Kündigung übernimmt und alle Daten korrekt angegeben werden. Probleme treten meist dann auf, wenn selbst gekündigt wird oder Angaben nicht übereinstimmen.

Verhandeln lohnt sich: Wer mit seinem aktuellen Anbieter unzufrieden ist, kann vor dem Wechsel nach besseren Konditionen fragen. Oft sind Anbieter bereit, Rabatte oder bessere Tarife anzubieten, um Kunden zu halten.

Anbieterwechsel trotz laufendem Vertrag

Ein Wechsel während der Vertragslaufzeit ist nur in Ausnahmefällen möglich, etwa bei Preiserhöhungen oder Umzug ohne Versorgung. Viele Anbieter werben mit Wechselboni, übernehmen aber die Kosten des alten Vertrags nicht. Prüfen Sie daher genau, ob sich ein vorzeitiger Wechsel lohnt.

Checkliste: So gelingt der Anbieterwechsel

SchrittWas ist zu tun?Hinweise
1. Vertrag prüfenRestlaufzeit und Kündigungsfrist ermittelnSonderkündigungsrecht beachten
2. Anbieter vergleichenTarife, Leistungen und Verfügbarkeit prüfenVergleichsportale nutzen
3. Neuen Vertrag abschließenAlle Daten korrekt angebenRufnummernmitnahme beauftragen
4. KündigungVom neuen Anbieter durchführen lassenNicht selbst kündigen!
5. Bestätigung abwartenSchalttermin und Technikertermin notierenSchriftliche Bestätigung aufbewahren
6. UmschaltungRouter anschließen, Zugangsdaten eingebenInternetverbindung testen
7. NachbetreuungBei Problemen Kundenservice kontaktierenBundesnetzagentur bei Streitfällen einschalten

Fazit

Der Wechsel des Internetanbieters ist heute einfacher denn je. Wer die wichtigsten Regeln beachtet, kann nicht nur viel Geld sparen, sondern auch von besseren Leistungen profitieren. Entscheidend ist, den Wechsel rechtzeitig zu planen, die Kündigung dem neuen Anbieter zu überlassen und alle Angaben korrekt zu machen. So gelingt der Anbieterwechsel in der Regel ohne Ausfallzeiten und mit minimalem Aufwand.

Hinweis: Die in diesem Artikel genannten Tipps und Hinweise basieren auf aktuellen gesetzlichen Regelungen und Erfahrungen aus der Praxis. Die individuelle Situation kann abweichen – informieren Sie sich daher immer auch direkt bei Ihrem neuen und alten Anbieter.


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