Wird ein Dispokredit der Schufa gemeldet?

Sie fragen sich, ob Ihr Dispokredit der Schufa gemeldet wird? Wir klären alle Unsicherheiten und bieten eine gründliche Aufklärung zu diesem wichtigen Thema.

Wird ein Dispokredit der Schufa gemeldet

Ein Dispokredit, auch Dispositionskredit oder kurz Dispo genannt, ist eine von der Bank eingeräumte Möglichkeit, das Girokonto bis zu einem vereinbarten Betrag zu überziehen. Viele Bankkunden nutzen diese Kreditlinie, um kurzfristige finanzielle Engpässe zu überbrücken.

Doch wie wirkt sich die Inanspruchnahme eines Dispokredits auf die persönliche Bonität und den Schufa-Score aus? Wird die Nutzung des Dispos der Schufa gemeldet und wenn ja, unter welchen Umständen? Diese Fragen beschäftigen viele Verbraucher. In diesem Artikel gehen wir ausführlich darauf ein.


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Was ist ein Dispokredit?

Ein Dispositionskredit ist eine Kreditlinie, die dem Kontoinhaber von seiner Bank auf dem Girokonto eingeräumt wird. Bis zu einer festgelegten Obergrenze, der sogenannten Dispositionsgrenze, kann der Kunde sein Konto überziehen und somit mehr Geld ausgeben als er eingezahlt hat.

Der Dispo fungiert als eine Art finanzielles Sicherheitsnetz, um vorübergehende Liquiditätsengpässe auszugleichen.

Die Voraussetzungen für die Gewährung eines Dispokredits sind in der Regel:

  • Volljährigkeit
  • Deutscher Wohnsitz
  • Regelmäßiges Einkommen
  • Positive Schufa-Auskunft

Die Dispositionsgrenze orientiert sich meist an der Höhe der monatlichen Geldeingänge und beträgt oft das Zwei- bis Dreifache des Gehalts. Die Inanspruchnahme des Dispokredits ist mit vergleichsweise hohen Zinsen verbunden. Im Durchschnitt liegen die Dispozinsen aktuell bei 14,79 % (Stand: 2024). Daher sollte ein Dispo nur kurzfristig genutzt und keinesfalls als Dauerlösung betrachtet werden.

Dispokredit und Schufa – besteht ein Zusammenhang?

Ob und wie sich ein Dispositionskredit auf den persönlichen Schufa-Score auswirkt, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Grundsätzlich gilt: Die Einrichtung eines Dispokredits auf dem Girokonto wird der Schufa von der Bank mitgeteilt und dort gespeichert.

Allein die Tatsache, dass man einen Dispo zur Verfügung hat, stellt jedoch noch keinen negativen Eintrag dar. Im Gegenteil: Wer einen hohen Dispositionsrahmen hat, dem wird von seiner Bank eine gute Bonität bescheinigt, was sich sogar positiv auf den Schufa-Score auswirken kann.

Problematisch wird es erst, wenn der Dispokredit über einen längeren Zeitraum in Anspruch genommen oder sogar überzogen wird. Dann kann es durchaus zu negativen Schufa-Einträgen bzw. Abschwächung des Schufa-Scores kommen.

Wann führt ein Dispokredit zu einem negativen Schufa-Eintrag?

Folgende Szenarien können dazu führen, dass die Nutzung des Dispokredits als Negativmerkmal bei der Schufa vermerkt wird:

1. Dauerhafte Inanspruchnahme des Dispokredits

Wer seinen Dispo dauerhaft ausreizt und sein Konto über Monate hinweg im Minus führt, läuft Gefahr, dass die Bank dies als Zeichen finanzieller Schwierigkeiten wertet und an die Schufa meldet. Zwar führt eine Überziehung des Kontos nicht automatisch zu einem Negativeintrag, doch sollte man tunlichst vermeiden, den Dispo als Dauerlösung zu nutzen.

2. Überschreitung der Dispositionsgrenze

Noch kritischer wird es, wenn man die vereinbarte Dispositionsgrenze überschreitet und damit den sogenannten geduldeten Überziehungskredit in Anspruch nimmt. Für diesen Fall verlangen Banken oft noch höhere Zinsen als für den regulären Dispo. Zudem riskiert man einen negativen Schufa-Eintrag, da die Bank die Überschreitung der Kreditlinie als Vertragsbruch werten und melden kann.

3. Kündigung des Dispokredits durch die Bank

Wenn es einem Kunden über einen längeren Zeitraum nicht gelingt, den Dispo auszugleichen und wieder in den positiven Bereich zu kommen, behält sich die Bank oft vor, den Dispositionskredit zu kündigen und den offenen Betrag auf einen Schlag zurückzufordern. Kommt der Kunde dem nicht nach, wird die Bank dies mit hoher Wahrscheinlichkeit als negativen Eintrag an die Schufa übermitteln.

Wie kann man einen negativen Schufa-Eintrag durch Dispokredit vermeiden?

Um zu verhindern, dass die Nutzung des Dispokredits zu einem Negativeintrag bei der Schufa führt, sollten Verbraucher folgende Punkte beachten:

  • Dispo nur kurzfristig nutzen: Ein Dispositionskredit ist für die kurzfristige Überbrückung finanzieller Engpässe gedacht, nicht als Dauerlösung. Wer länger im Dispo verharrt, riskiert nicht nur hohe Zinskosten, sondern auch eine Verschlechterung des Schufa-Scores.
  • Dispositionsgrenze einhalten: Auf keinen Fall sollte man sein Konto über die vereinbarte Kreditlinie hinaus überziehen. Eine Überschreitung des Dispo-Limits kann schnell zu einem negativen Schufa-Eintrag führen.
  • Offene Kommunikation mit der Bank: Wenn absehbar ist, dass man Schwierigkeiten haben wird, den Dispo zeitnah auszugleichen, sollte man proaktiv das Gespräch mit seiner Bank suchen. Oft lässt sich eine einvernehmliche Lösung finden, um eine Kündigung des Dispokredits und einen negativen Schufa-Eintrag zu vermeiden.
  • Umschuldung prüfen: Wer es aus eigener Kraft nicht schafft, den Dispo zurückzuführen, kann mit seiner Bank über eine Umwandlung in einen klassischen Ratenkredit sprechen. Die Zinsen sind hier in der Regel deutlich niedriger als beim Dispo und durch die festen Raten lässt sich die Rückzahlung besser planen.

Fazit

Ein Dispositionskredit ist eine praktische Möglichkeit, um kurzfristige Finanzierungslücken zu schließen. Doch Vorsicht: Die Nutzung des Dispos wird von der Bank an die Schufa gemeldet und kann sich unter bestimmten Umständen negativ auf den persönlichen Schufa-Score auswirken. Insbesondere wer seinen Dispo dauerhaft ausreizt, die Kreditlinie überschreitet oder den Ausgleich des Kontos über einen längeren Zeitraum nicht schafft, riskiert einen negativen Schufa-Eintrag.

Um dies zu vermeiden, sollten Verbraucher ihren Dispokredit mit Bedacht nutzen, die vereinbarte Dispositionsgrenze einhalten und bei absehbaren Schwierigkeiten frühzeitig das Gespräch mit ihrer Bank suchen. Gegebenenfalls kann eine Umschuldung in einen günstigeren Ratenkredit sinnvoll sein, um den Dispo abzulösen und die Schuldenspirale zu durchbrechen.

Grundsätzlich gilt: Ein Dispositionskredit ist eine teure Form der Kreditaufnahme und sollte nur als kurzfristiger Überbrückungskredit, nicht aber als Dauerlösung genutzt werden. Wer diese Grundregel beherzigt und die Fallstricke kennt, kann einen Dispokredit durchaus nutzen, ohne negative Konsequenzen für seine Schufa-Bewertung befürchten zu müssen.


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